Filmanalyse


Hier wollen wir dir einige grundlegende Begriffe aus der Filmanalyse geben, die uns in unserer Kommunikation behilflich sein sollen. Diese Begriffe und Systeme sind nicht von uns erfunden worden, sondern gehören zu allgemein bekannten Begrifflichkeiten in der Moviewelt. Um dich nicht zu langweilen, werden wir es minimalisieren. Wenn du es vertiefen möchtest, kannst du es über die angegebenen Links und Literaturhinweise selbstverständlich grenzenlos tun.

Basics

Hier mal einige Grundelemente aus der Sprache des Films, damit wir uns später in den Analysen schnell verständigen können:

Filmische Einheiten

Einstellung ist der kleinste Baustein der Bildererzählung. Im Prinzip eine Aufnahme ohne Unterbrechung, also der Teil vom Einschalten bis zum Ausschalten der Kamera.
Szene ist ein kontinuierlicher Ablaufeindruck von Ort und Zeit. Sie besteht meistens aus mehreren Einstellungen.
Sequenz ist eine größere Einheit, da die Abfolge der Ereignisse in Ort und Zeit nicht kontinuierlich sein müssen, jedoch in einem gedanklichen Zusammenhang stehen. Die Sequenz ist in der Regel aus mehreren Szenen zusammengesetzt.

Einstellungsgrößen

Totale ist eine Ansicht, in der die Person von viel Raum umgeben ist.
Nah ist die Perspektive, wo die Person mit Kopf und Oberkörper zu sehen ist.
Groß ist die Sicht der Hand oder des Kopfes der Person.
Detail ist eine Ansicht vom Auge, Nase oder Finger der Person.

Kamerablickperspektive

Untersicht, Froschperspektive: diese von der Augenhöhe abweichende, niedrige Kameraposition, suggeriert meistens Macht und Stärke.
Aufsicht, Vogelperspektive suggerieren der gezeigten Person eher Unterlegenheit, Einsamkeit, Schwäche.
Gekippte Kameraposition kann eher Hinweise auf die Befindlichkeit geben (emotionale Schieflage).
Subjektive Kamera bezieht den Zuschauer unmittelbar in die Handlung ein. Es ist eine unruhige, stark bewegungsbetonte Darstellungsweise mit Einbeziehung von Schwenken und Zoomen mit der Kamera.

Semiotik

Die Kommunikationsforscher haben schon vor Jahren festgestellt, dass der Mensch "nicht nicht kommunizieren kann". Selbst wenn der Mensch schweigt, regungslos ist, sich absondert, drückt er damit etwas aus!
In diesem Sinne gibt es Wissenschaftler, die sich nicht nur mit Sprache, sondern mit aller Art menschlicher Kommunikation beschäftigen (z.B. Geruchssignale, Berührungscodes, Geschmacksignale, Gestik, Mimik, musikalische Codes, Geheimcodes, visuellen Codes, kulturellen Codes, religiösen Codes etc.).

Diese Forscher sind zu der Einsicht gekommen, dass viele Codes durch Systeme von Symbolen entstanden sind, welche durch vorherige Übereinkunft dazu bestimmt worden sind, gewisse Informationen zu repräsentieren.

Besonders in den Movies ist es spannend, die Codes der Bildersprache, diversen Inszenierungen, sprachlichen Inhalte und musikalischen Verstärker zu decodieren. Dabei ist uns aufgefallen, dass besonders religiös-mythologische Codes in vielen Spielfilmen bis jetzt kaum Decodierungen erfahren hatten. Hierzu wollen wir einen systematischen Zugang bieten.

Links

http://www.Mediamanual.at (siehe unter Leitfaden)
http://www.lpg.musin.de/kusem/konz/su3/fisetup.htm
http://www.Ndl-medien-uni-Kiel-de

Literatur

Einführung in die Systematische Filmanalyse. 2001.
Eco, Umberto: Einführung in die Semiotik. 1994 (Anspruchsvoll!)

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